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Wärmepumpen-Installationskosten im europäischen Vergleich

Wärmepumpen-Installationskosten im europäischen Vergleich

Warum Wärmepumpen in Deutschland deutlich teurer sind als in Nachbarländern

Die begleitende Grafik visualisiert die Kostenbereiche der sechs untersuchten Märkte. Die dargestellten Spannen sind als Orientierungswerte zu verstehen und basieren auf den im Rahmen der Recherche ermittelten Preisen aus verschiedenen Quellen.

Ausgangslage

Wer in Deutschland eine Wärmepumpe installieren lässt, zahlt dafür je nach Quelle zwischen 20.000 und 40.000 Euro.1 Eine aktuelle Auswertung der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz, die 160 reale Angebote aus dem Zeitraum 2024/2025 analysierte, dokumentiert eine Bandbreite von 20.000 bis 63.000 Euro – bei einem Durchschnitt von rund 36.000 Euro.2 Weitere Quellen nennen engere Spannen von 23.000 bis 32.000 Euro für typische Installationen.3

In anderen europäischen Ländern liegen vergleichbare Installationen oft bei rund der Hälfte. In Großbritannien bewegen sich die Gesamtkosten zwischen 10.000 und 14.000 Euro, in Frankreich zwischen 12.000 und 20.000 Euro, in den Niederlanden zwischen 11.000 und 19.000 Euro.4 Selbst Österreich mit ähnlichen technischen Standards und Bauvorschriften bleibt 20 bis 35 Prozent unter dem deutschen Niveau.

Der vorliegende Beitrag dokumentiert anhand konkreter Marktdaten aus sechs europäischen Ländern, wo genau die Preisunterschiede liegen und welche Faktoren dafür verantwortlich sind. Die Differenz von 10.000 bis über 25.000 Euro lässt sich dabei in quantifizierbare Kostentreiber und schwerer zu beziffernde Einflussfaktoren aufschlüsseln.

Methodik und Datengrundlage

Ziel des Beitrags ist es, die Ursachen für das höhere Preisniveau bei Wärmepumpen-Installationen in Deutschland im Vergleich zu anderen europäischen Märkten systematisch zu erklären. Dabei wird untersucht, inwieweit sich die verschiedenen Kostentreiber quantifizieren lassen.

Die Analyse unterscheidet zwischen quantifizierbaren Kostentreibern, für die sich konkrete Preisunterschiede in Euro-Beträgen benennen lassen, und nicht-quantifizierbaren Faktoren, die einen Einfluss auf das Preisniveau haben, sich aber nur schwer beziffern lassen. Um die Größenordnung der Unterschiede einzuordnen, werden zunächst die Preisspannen in sechs europäischen Ländern erfasst und gegenübergestellt.

Geografischer und zeitlicher Rahmen

Der Vergleich umfasst sechs europäische Märkte: Deutschland, das Vereinigte Königreich, Frankreich, die Niederlande, Österreich, und Polen. Der Untersuchungszeitraum erstreckt sich von 2022 bis 2025. Alle Preise beziehen sich auf Luft-Wasser-Wärmepumpen mit 8–10 kW Heizleistung für Einfamilienhäuser im Bestand. Die Kostenbereiche verstehen sich als Brutto-Endkundenpreise einschließlich aller Installations- und Nebenkosten. Als Quellen dienen Verbraucherschutzorganisationen, Marktanalysen, wissenschaftliche Studien sowie europäische Branchenverbände.5

Vergleichbarkeit und Einschränkungen

Wärmepumpen-Installationen sind projektspezifisch und variieren je nach Gebäudezustand, technischen Anforderungen und lokalen Gegebenheiten. Die dokumentierten Kostenbereiche bilden Durchschnittswerte für Luft-Wasser-Wärmepumpen in Bestandsgebäuden ab – dem mit Abstand größten Marktsegment in allen untersuchten Ländern. Im Einzelfall können die tatsächlichen Kosten nach oben oder unten abweichen. Die Bandbreiten spiegeln diese Unschärfe wider. Wärmepumpen mit anderen Wärmequellen wie zum Beispiel Erdwärmepumpen wurden bei der Analyse nicht explizit betrachtet.

Europäischer Preisvergleich

Der Blick auf sechs europäische Märkte zeigt ein deutliches Gefälle. Die Datenlage variiert: Für Frankreich und die Niederlande liegen Branchenstatistiken und Förderberichte vor, für Österreich Vergleichsanalysen des nationalen Energieverbands, für Polen Marktrecherchen spezialisierter Fachportale.

Tabelle 1: Kostenübersicht – sechs europäische Märkte

LandKostenbereich (brutto)Anmerkungen
Polen9.000–15.000 €Niedrige Lohnkosten, weniger Bürokratie
Vereinigtes Königreich10.000–14.000 €0 % MwSt., einfachere Standards
Niederlande11.000–19.000 €Große Bandbreite, standardisierte Systeme
Frankreich12.000–20.000 €Festbetrags-Förderung, mittleres Preisniveau
Österreich13.500–20.000 €Ähnliche Standards wie DE, aber günstiger*
Deutschland23.000–40.000+ €Höchstes Preisniveau in der Vergleichsgruppe

* In Österreich (20 % MwSt.) und Polen (23 % MwSt.) gelten teilweise ermäßigte Sätze für energetische Sanierungsmaßnahmen.

Deutschland positioniert sich damit deutlich am oberen Ende des europäischen Preisspektrums. Selbst Österreich, das dem deutschen Markt in Bauvorschriften und technischen Standards am nächsten kommt, liegt 20 bis 35 Prozent unter deutschem Niveau. Polen erreicht etwa ein Drittel der deutschen Kosten. Frankreich und die Niederlande bewegen sich im europäischen Mittelfeld.

Was erklärt diesen Unterschied? Der Abstand zu den meisten europäischen Nachbarländern beträgt grob das 2- bis 2,5-fache – in absoluten Zahlen 10.000 bis über 25.000 Euro. Ein Preisaufschlag dieser Größenordnung lässt sich nicht durch einen einzelnen Faktor erklären. Die folgenden Kapitel gehen den Ursachen systematisch nach: zunächst werden die messbaren Kostentreiber betrachtet, dann die schwerer greifbaren Einflüsse – und abschließend eine konkrete Fallstudie, die die Ergebnisse überprüfbar macht.

Kategorie 1: Quantifizierbare Kostentreiber

Diese Kategorie umfasst Kostenbestandteile, die sich anhand konkreter Zahlen belegen und vergleichen lassen: Gerätepreise, Fundamente, elektrische Anschlüsse, Arbeitszeiten, Lohnkosten und Mehrwertsteuer. Zusammen erklären diese Faktoren den größten Teil der Preisunterschiede zwischen Deutschland und den Vergleichsländern.

Gerätepreise und Marktstruktur

In Deutschland dominieren Premium-Hersteller wie Viessmann, Vaillant, Bosch, Stiebel Eltron und weitere, welche eher Hochpreissegment mit Gerätepreisen von 9.000 bis 18.000 Euro anbieten.6 Asiatische Anbieter wie Panasonic, LG, Daikin, Midea und weitere bedienen ein günstigeres Segment ab rund 3.000 bis 8.500 Euro – spielen auf dem deutschen Markt bislang jedoch eine deutlich geringere Rolle als in den Vergleichsländern. Allerdings finden sich in beiden Gruppen bestimmte Ausnahmen: Auch deutsche Hersteller bieten günstigere Geräte an und asiatische Hersteller teurere Modelle. Es geht hier um eine grundsätzliche Tendenz in der Marktpositionierung.

Im Vereinigten Königreich liegen die durchschnittlichen Gerätepreise nach Daten des Microgeneration Certification Scheme (MCS) bei rund 5.000 bis 8.000 Pfund (6.000 bis 9.500 Euro). In Frankreich, den Niederlanden und Polen werden häufiger einfachere Modelle und asiatische Hersteller verbaut. Das durchschnittliche Preisniveau der reinen Geräte liegt in diesen Märkten schätzungsweise 15 bis 35 Prozent unter dem deutschen Durchschnitt.7 Die Differenz resultiert allerdings nicht allein aus den Listenpreisen: Deutsche Modelle verfügen standardmäßig über leistungsstärkere integrierte Heizstäbe (6–9 kW statt optional 3 kW), komplexere Indoor-Einheiten mit Pufferspeicher und aufwendigerer Regelungstechnik. Zudem werden sie oft für tiefere Betriebstemperaturen und strengere Lärmvorgaben ausgelegt.

Einfachere Varianten derselben europäischen Hersteller, die in den Nachbarländern verfügbar sind, werden im deutschen Markt teilweise gar nicht angeboten. Dies deutet sowohl auf höhere Kundenerwartungen als auch auf Preisgestaltungsstrategien der Hersteller hin. Ein Teil des Preisunterschieds spiegelt somit tatsächlich mehr Leistung wider – ein anderer Teil ist marktbedingt.

Fundament und Aufstellung

Die Aufstellung von Wärmepumpen-Außengeräten erfordert je nach Land unterschiedlich aufwendige Vorbereitungen. In Deutschland ist es – nicht zuletzt aufgrund der VDI-Richtlinie 46458 – gängige Praxis, ein massives Fundament zu errichten. Die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz dokumentiert Fundamentkosten zwischen 1.500 und 2.700 Euro; eine Studie der RWTH Aachen beziffert sie konkret mit 976 Euro.9 In Großbritannien und den Niederlanden sind dagegen Wandmontagen oder einfache Unterkonstruktionen verbreitet10 – mit Kosten von bis zu 500 Euro. In Frankreich und Polen variiert die Praxis regional, liegt aber in der Regel ebenfalls unter deutschem Niveau. Dieser Unterschied erklärt 1.000 bis 2.200 Euro der Gesamtdifferenz.

Elektroanschluss und Netzintegration

Deutsche Installationen erfordern häufig umfangreiche Anpassungen am Zählerschrank, zusätzliche Absicherungen und Steuerungstechnik. Die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz dokumentierte Kosten von 1.800 bis 4.000 Euro für den elektrischen Anschluss.11 Ein wesentlicher Grund liegt in den Anschlussanforderungen: Wärmepumpen mit leistungsstarken Heizstäben (6–9 kW) benötigen einen 400-V-Drehstromanschluss, während in den Vergleichsländern oft 230 V mit optionalen 3-kW-Heizstäben ausreichen.

Hinzu kommt seit Januar 2024 die Pflicht nach § 14a EnWG zur Integration steuerbarer Verbrauchseinrichtungen ins Stromnetz.12 Wärmepumpen über 4,2 kWel müssen mit Kommunikationsschnittstellen ausgestattet werden, die dem Netzbetreiber bei drohender Überlastung eine Leistungsreduzierung ermöglichen. Dies erfordert zusätzliche Messtechnik (Smart Meter), Steuerboxen und entsprechende Verkabelung. In den Vergleichsmärkten existieren solche Anforderungen entweder nicht oder sind weniger komplex umgesetzt.

Arbeitszeit und Lohnkosten

Die Stundensätze für Endkunden liegen in Deutschland bei ca. 60 bis 70 Euro (Geselle/Meister),13 in Großbritannien bei ca. 45 bis 60 Euro, in Frankreich bei ca. 35 bis 45 Euro und in Polen bei ca. 20 bis 30 Euro. Dazu kommt: Deutsche Installationen dauern im Schnitt deutlich länger. Eine Panelbefragung des ZVSHK dokumentiert durchschnittlich 110 Monteurstunden für eine Wärmepumpe – gegenüber 36 Stunden für einen Gaskessel.14 Die Fraunhofer ISE WESPE-Studie bestätigt: 81 Prozent der Arbeitszeit entfallen auf Installation und Fahrzeit, 19 Prozent auf Planung und Abrechnung.15

In den Vergleichsländern werden kürzere Installationszeiten dokumentiert. Dies wird auf standardisierte Prozesse und oft weniger komplexe Installationen zurückgeführt, aber auch auf geringere bürokratische Anforderungen. In Deutschland sind hydraulischer Abgleich, VDI-2035-konforme Wasseraufbereitung, umfangreiche Dokumentation für Förderanträge und die Einbindung spezialisierter Elektriker Standard – Arbeitsschritte, die in den Nachbarländern entfallen oder vereinfacht sind.

Mehrwertsteuer

Deutschland erhebt 19 Prozent Mehrwertsteuer auf Wärmepumpen-Installationen. Bei einem Nettopreis von 30.000 Euro entstehen rund 5.700 Euro Steuerlast. Großbritannien hat seit 2022 einen Steuersatz von 0% für energieeffiziente Heiztechnologien eingeführt – eine direkte Entlastung, die den Preisunterschied zu Großbritannien teilweise erklärt.16 Allerdings zeigt sich: Auch in Ländern mit vergleichbaren oder höheren Mehrwertsteuersätzen liegen die Gesamtkosten unter dem deutschen Niveau. Österreich und Polen sind deutlich günstiger als Deutschland – wobei in beiden Ländern teilweise ermäßigte Sätze für energetische Sanierungen gelten. Die Mehrwertsteuer verstärkt bestehende Preisunterschiede, ist aber nicht deren primäre Ursache.

Zwischenfazit: Quantifizierbare Faktoren

Die folgende Aufschlüsselung erfolgt am Beispiel Großbritannien. In Ländern mit niedrigeren Löhnen und geringerer Mehrwertsteuer wie Polen verschieben sich die Anteile: Dort fällt der Lohnkostenunterschied deutlich stärker ins Gewicht, während der MwSt-Unterschied geringer ausfällt. Die Summe der quantifizierbaren Faktoren bleibt jedoch in etwa bei 70 %.

Von den 10.000 bis über 25.000 Euro Preisunterschied zu den Vergleichsländern lassen sich grob aufschlüsseln:

Tabelle 2: Aufschlüsselung quantifizierbarer Mehrkosten (DE vs. UK)

KostenpositionMehrkosten DEAnteil an Differenz
Gerätepreis (Ausstattung, Marktstruktur)+2.000–4.000 €ca. 15–25 %
Fundament und Aufstellung+1.000–2.200 €ca. 7–15 %
Elektroanschluss (400 V, § 14a EnWG)+1.500–2.500 €ca. 10–15 %
Arbeit und Lohn (Dauer + Stundensätze)+1.000–2.000 €ca. 7–12 %
Mehrwertsteuer (19 % vs. 0 % in UK)+5.000–5.700 €ca. 35–40 %
Summe quantifizierbar10.500–16.400 €ca. 70 %

Rund 70 Prozent der beobachteten Preisdifferenz lassen sich somit durch konkret messbare Faktoren erklären. Dabei ist zu beachten, dass die Mehrwertsteuer zwar den größten Einzelposten darstellt, aber nur im Vergleich mit Großbritannien (0 % MwSt.) diese Größenordnung erreicht. Gegenüber Frankreich oder den Niederlanden, die ähnliche Steuersätze erheben, entfällt dieser Posten weitgehend – dort rücken die übrigen Kostentreiber stärker in den Vordergrund. Die verbleibenden rund 30 Prozent resultieren aus den nachfolgend beschriebenen Einflussfaktoren.

Kategorie 2: Schwer quantifizierbare Einflussfaktoren

Diese Kategorie umfasst Faktoren, die sich nicht in konkreten Euro-Beträgen ausdrücken lassen, die aber das Preisniveau in Deutschland spürbar beeinflussen. Dazu zählen: Marktdynamiken, Förderstrukturen, der Gebäudebestand und die Kältemittelpolitik.

Marktdynamik und Kapazitätssituation

Der deutsche Wärmepumpenmarkt durchlief in den Jahren 2022 bis 2024 extreme Schwankungen – mit einem Absatzrekord 2023 und einem Einbruch um 46 Prozent im Folgejahr.17 Parallel stiegen die durchschnittlichen Endkundenpreise bis etwa 40 Prozent. Branchenberichte dokumentierten ein Phänomen, das als „Abwehrangebote“ bezeichnet wird: Installateure mit hoher Auslastung kalkulierten bewusst hohe Preise, um nur die lukrativsten Projekte anzunehmen.

Inzwischen hat sich die Lage spürbar entspannt. Nach Branchendaten ist der Durchschnittspreis 2025 erstmals um rund 4.000 Euro auf etwa 30.000 Euro gesunken. Mehr Wettbewerb durch europäische und asiatische Hersteller, eine bessere Verfügbarkeit von Installateuren und sinkende Materialkosten tragen zu dieser Entwicklung bei.18 Standardisierte Installationskonzepte größerer Anbieter mit Festpreisen19 gewinnen an Sichtbarkeit, auch wenn der Markt weiterhin überwiegend fragmentiert und handwerklich geprägt bleibt. Ob sich der Preisrückgang verstetigt, wird maßgeblich von der weiteren Nachfrageentwicklung und den politischen Rahmenbedingungen abhängen.

Förderstrukturen und Preisanreize

Deutschland fördert Wärmepumpen prozentual: Je nach Haushaltssituation sind 30 bis 70 Prozent der Investitionskosten förderfähig (maximal 21.000 Euro bei 30.000 Euro Deckelung).20 Je höher der Angebotspreis, desto höher die absolute Fördersumme. Dies kann Anreize setzen, Preise so zu gestalten, dass die maximale Fördersumme ausgeschöpft wird.

Großbritannien verfolgt einen anderen Ansatz: Das Boiler Upgrade Scheme gewährt einen Festbetrag von 7.500 Pfund (etwa 8.900 Euro).21 Unabhängig vom Angebotspreis bleibt die Förderung konstant. Dies setzt Anreize für kostengünstige Lösungen. Frankreich arbeitet ebenfalls mit einkommensabhängigen Festbeträgen.22

Gebäudebestand und Installationskomplexität

Deutschland verfügt über einen der ältesten Gebäudebestände Europas. Etwa 50 Prozent der Wohngebäude stammen aus der Zeit vor 1979. Die im Durchschnitt größeren Wohnflächen führen dazu, dass hierzulande typischerweise Systeme mit 2 bis 4 kW mehr Heizleistung verbaut werden als etwa in Großbritannien oder den Niederlanden – mit entsprechend höheren Geräte- und Installationskosten.

Allerdings zeigt der europäische Vergleich: Auch Frankreich und Großbritannien verfügen über substanziellen Altbaubestand. Österreich weist einen ähnlich hohen Anteil älterer Gebäude auf wie Deutschland – bei 20 bis 35 Prozent niedrigeren Installationskosten. Der Gebäudebestand erklärt somit projektspezifische Mehrkosten in Einzelfällen, nicht aber das systematisch höhere Preisniveau über alle Installationen hinweg.

Kältemittel und Technologievorsprung

Die EU-F-Gase-Verordnung reguliert klimaschädliche Kältemittel durch sukzessive Mengenreduktion. Ab 2027 dürfen in Neuanlagen nur noch Kältemittel mit einem Treibhauspotenzial unter 150 eingesetzt werden.23 Als Alternative hat sich Propan (R290) etabliert – ein natürliches Kältemittel mit nahezu vernachlässigbarem Treibhauspotenzial, aber höheren Sicherheitsanforderungen aufgrund der Brennbarkeit.

Die großen deutschen Hersteller wie Viessmann, Bosch und Vaillant haben vergleichsweise früh auf R290 umgestellt und bieten bereits vielfältige Produktpaletten mit Propan-Kältemittel an. Asiatische Hersteller, die in anderen europäischen Märkten stärker vertreten sind, setzen teilweise noch auf R32 oder andere synthetische Kältemittel. R290-Geräte sind in der Herstellung etwa 10 bis 15 Prozent teurer als vergleichbare R32-Modelle, da zusätzliche Sicherheitskomponenten erforderlich sind.24 Auch bei der Installation entstehen durch Sicherheitszonen und spezielle Aufstellvorschriften Mehrkosten. Dieser Technologievorsprung der deutschen Hersteller ist zwar langfristig ein Vorteil – kurzfristig trägt er jedoch zum höheren Preisniveau bei. Mit der zunehmenden Umstellung aller Hersteller auf R290 dürften sich diese Unterschiede in den kommenden Jahren angleichen.

Zwischenfazit: Schwer quantifizierbare Faktoren

Die in diesem Kapitel beschriebenen Faktoren lassen sich nicht einzeln monetär beziffern, wirken aber als System zusammen und verstärken die zuvor beschriebenen, quantifizierbaren Kostenunterschiede. Die Marktdynamik mit jahrelangen Kapazitätsengpässen hat ein Preisniveau ermöglicht, das über den reinen Kosten liegt. Die prozentuale Förderstruktur setzt keine Anreize zur Kostensenkung. Der ältere Gebäudebestand erfordert tendenziell größere Systeme. Und der frühe Umstieg auf R290 verteuert Geräte und Installation gegenüber Märkten, in denen noch günstigere Kältemittel dominieren. In der Summe dürften diese Faktoren schätzungsweise rund 30 Prozent der Gesamtdifferenz zu den Vergleichsländern erklären.

Fallstudie: RWTH Aachen / Octopus Energy

Die bisher identifizierten Kostentreiber lassen sich anhand einer konkreten Studie überprüfen. Die RWTH Aachen hat in Kooperation mit Octopus Energy einen detaillierten Kostenvergleich für 8-kW-Luft-Wasser-Wärmepumpen in Deutschland und Großbritannien durchgeführt. Die Studie dokumentiert durchschnittliche Gesamtkosten von etwa 28.000 Euro in Deutschland gegenüber 14.000 Euro in Großbritannien. Ein konkretes Angebotsbeispiel: 29.719 Euro (Deutschland) gegenüber 12.095 Euro (Großbritannien) – jeweils ohne Mehrwertsteuer.

Die RWTH-Studie bestätigt die in diesem Beitrag identifizierten Kostentreiber in allen wesentlichen Punkten. Die Autoren führen die Preisunterschiede auf höherwertige Geräteausstattung, aufwendigere Fundamente und Elektroanschlüsse, längere Installationszeiten bei höheren Lohnkosten sowie die Mehrwertsteuerdifferenz zurück. Darüber hinaus weist die Studie explizit auf den Einfluss prozentualer Förderstrukturen hin.

Die Vergleichsrechnung verdeutlicht die Folgen: Nach Abzug aller Förderungen zahlt ein britischer Haushalt etwa 3.200 Euro für eine Wärmepumpe, ein deutscher Haushalt bei 50 Prozent Förderung etwa 14.900 Euro.25 Selbst mit der deutschen Maximalförderung von 70 Prozent (Eigenanteil rund 8.900 Euro) bleibt der Endkundenpreis deutlich über dem britischen Niveau.

Zusammenfassung und Einordnung

Zentrale Erkenntnis: Wärmepumpen-Installationen kosten in Deutschland je nach Quelle zwischen 23.000 und über 40.000 Euro und liegen damit 10.000 bis zu 25.000 Euro über dem Preisniveau der meisten europäischen Nachbarländer. Im Vergleich zu Großbritannien (10.000 – 14.000 Euro), Frankreich, den Niederlanden, Österreich und Polen bleibt Deutschland das mit Abstand teuerste untersuchte Land.

Die Kostendifferenz lässt sich in zwei Kategorien unterteilen:

Abb. 2: Zusammensetzung der Mehrkosten deutscher Wärmepumpen-Installationen (Quelle: eigene Darstellung)

Quantifizierbare Kostentreiber (ca. 70 %)

Rund 70 Prozent der Preisdifferenz lassen sich durch messbare Faktoren erklären: höherwertige Geräteausstattung und Marktstruktur (+2.000 – 4.000 Euro), aufwendigere Fundamente (+1.000 – 2.200 Euro), teurere Elektroanschlüsse einschließlich § 14a-Anforderungen (+1.500 – 2.500 Euro), längere Installationszeiten bei höheren Lohnkosten (Bandbreite je nach Vergleichsland zwischen +500 – 3.000 Euro) und höhere Mehrwertsteuer (+5.000 – 5.700 Euro gegenüber UK). In Summe erklären diese Faktoren 10.500 bis 16.400 Euro der Differenz.

Schwer quantifizierbare Verstärkerfaktoren (ca. 30 %)

Das verbleibende knappe Drittel resultiert aus Faktoren, die sich nicht präzise monetär beziffern lassen. Marktdynamiken mit jahrelangen Kapazitätsengpässen ermöglichten überhöhte Preise – auch wenn sich der Markt inzwischen spürbar entspannt. Die prozentuale Förderstruktur setzt keine Anreize zur Kostensenkung. Der deutsche Gebäudebestand fordert tendenziell größere Systeme und einen frühen Umstieg deutscher Hersteller auf das Propan-Kältemittel R290 erhöht Geräte- und Installationskosten gegenüber Märkten, in denen noch günstigere Kältemittel vorherrschen.

Zusammenspiel mehrerer Ursachen

Der Preisunterschied resultiert aus dem Zusammenwirken multipler Faktoren. Kein einzelner Aspekt erklärt die gesamte Differenz. Die hohen deutschen Preise sind Ergebnis einer spezifischen Kombination aus technischen Standards, Marktstrukturen, Fördersystematik und regulatorischen Anforderungen.

Preisdruck trotz Förderung

Obwohl deutsche Haushalte durch prozentuale Förderung mit 30 bis 70 Prozent erheblich entlastet werden, zahlen sie nach Förderung absolut mehr als Haushalte in den Vergleichsländern. Bei 50 Prozent Förderung verbleiben etwa 14.000 bis 16.000 Euro Eigenanteil – in Großbritannien sind es nach Festbetrags-Förderung etwa 3.200 Euro. Dies belastet sowohl private Haushalte als auch öffentliche Budgets und erschwert die Skalierung über alle Einkommensschichten.

Ausblick

Erste Anzeichen deuten auf eine Entspannung des Marktes hin: Die Preise sind 2025 erstmals leicht gesunken, der Wettbewerb nimmt durch neue Anbieter zu. Die technische Standardisierung kann Installationszeiten verkürzen. Die Marktöffnung für einfachere Gerätevarianten könnte weiteren Preisdruck erzeugen. Eine Anpassung der Förderstruktur in Richtung fester Zuschussbeträge könnte Anreize zu kosteneffizienteren Lösungen bieten. Bürokratieabbau könnte den Planungs- und Dokumentationsaufwand reduzieren. Welche Maßnahmen politisch umsetzbar und wirtschaftlich sinnvoll sind, erfordert weitere Diskussion unter Einbeziehung aller Stakeholder.

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Alle Folgen der Serie

Folge 1: Jenseits der Debatte, Was die Wärmepumpe wirklich für unsere Gesellschaft bedeutet

Folge 2: 20 Jahre Feldstudien: Wärmepumpen effizient im Altbau

Folge 3: Von der Nische zur Norm, Fortschritt in der Wärmepumpentechnologie

Folge 4: Wärmepumpen im Faktencheck, 10 Mythen wissenschaftlich widerlegt

Folge 5: Effizienz kennt kein Alter, Wärmepumpen in Gebäuden von 1826 bis in die Gegenwart

Folge 6: Wärmepumpen in Mehrfamilienhäuser, Der Schlüssel zur urbanen Dekarbonisierung

Folge 7: Hybride Wärmepumpensysteme, kaum notwendig, selten sinnvoll

Folge 8: Betriebskosten: Wärmepumpe schlägt Gasheizung bereits heute

Folge 9: Tausende Wärmepumpen auf dem Markt: Wie finde ich eine passende für mich?

Folge 10: Wärmepumpen und KI – ein Traumpaar?

Folge 11: Zwischen Klimagerät und Heizsystem

Folge 12: Heiztechnologien im Vergleich

Folge 13: Wärmepumpen-Installationskosten im europäischen Vergleich


  1. Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz (2025): Wärmepumpen-Marktanalyse. Mainz., EnBW Energie Baden-Württemberg AG (2025): Wärmepumpe: Preisentwicklung & Trends bis 2030. Karlsruhe., Bundesverband Wärmepumpe (BWP) e.V. (2024/2025): Branchenstatistiken. Berlin., heizungsfinder.de (2024): Marktübersichten Wärmepumpen-Kosten. Online verfügbar., co2online gGmbH (2024): Wärmepumpen-Ratgeber. Berlin., Wärmepumpe Austria (2024): Marktstatistik Wärmepumpen Österreich. Wien., European Heat Pump Association (EHPA) (2022–2024): Market Reports. Brussels. ↩︎
  2. Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz (2025): Auswertung von 160 Angeboten für Luft-Wasser-Wärmepumpen (Erhebungszeitraum Oktober 2024 bis Mai 2025). Preisspanne: 20.000–63.000 Euro, Durchschnitt 36.300 Euro, Median 35.000 Euro. Nur 26 % der Angebote vollständig. Mainz. ↩︎
  3. EnBW Energie Baden-Württemberg AG (2025): Marktanalyse Wärmepumpen-Preisentwicklung. Durchschnittspreis ca. 30.000 Euro (Rückgang um ca. 4.000 Euro gegenüber 2024). Karlsruhe., Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen (2024): Wärmepumpen-Kosten im Einfamilienhaus. Preisspanne 25.000–35.000 Euro. Düsseldorf. ↩︎
  4. Heizsparer.de (2023–2025): Marktübersichten Wärmepumpen-Kosten Europa. Online verfügbar., co2online gGmbH (2023–2025): Wärmepumpen-Kostenvergleich europäische Märkte. Berlin., ADEME – Agence de la transition écologique (2023–2025): Données sur les pompes à chaleur en France. Paris., Energy Saving Trust (2023–2025): Heat Pump Costs and Performance Data. United Kingdom., Wärmepumpe Austria (2023–2025): Marktdaten Österreich. Wien., Polnische Fachportale (cieplosystemowe.pl, instalacjebudowlane.pl) (2023–2025): Marktdaten Wärmepumpen Polen. ↩︎
  5. ADEME – Agence de la transition écologique (2024): Données marché pompes à chaleur France. Paris.; Warmtepomp Instituut Nederland (2024): Marktgegevens warmtepompen. Nederland.; Wärmepumpe Austria (2024): Österreichische Marktstatistik. Wien.; cieplosystemowe.pl, instalacjebudowlane.pl (2024): Polnische Fachportale für Heizungstechnik.; European Heat Pump Association (EHPA) (2022–2024): European Heat Pump Market and Statistics Reports. Brussels.; [6]Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz (2025): Wärmepumpen-Preisvergleich Deutschland. Mainz.; Energy Saving Trust (2025): Heat Pump Pricing UK. United Kingdom.; ADEME (2025): Coûts des pompes à chaleur en France. Paris.; Wärmepumpe Austria (2025): Kostenanalyse Österreich. Wien.; Polnische Fachportale (2025): Marktdaten Wärmepumpen Polen.; Bundesverband Wärmepumpe (BWP) e.V. (2025): Branchenstudie Deutschland. Berlin. ↩︎
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  8. VDI – Verein Deutscher Ingenieure (2018): VDI 4645 – Planung und Dimensionierung von Heizungsanlagen mit Wärmepumpen in Ein- und Mehrfamilienhäusern. Technische Anforderungen an Aufstellung und Fundamentierung. Düsseldorf: VDI-Verlag. ↩︎
  9. Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz (2025): Angebotsauswertung Wärmepumpen-Installationen. 50 % der Angebote ohne Fundamentkosten, 33 % ohne Elektroinstallation. Mainz.; Vering, H., Kühn, L., Maier, L., Müller, D. (2025): Analyse der Endkundenpreise für Luft-Wasser-Wärmepumpen: Deutschland – Vereinigtes Königreich. White Paper RWTH-EBC 2025-001. Fundamentkosten konkret 976 Euro. RWTH Aachen University. DOI: 10.18154/RWTH-2025-05335. ↩︎
  10. UK Heat Pump Association (2023): Installation Standards and Best Practices. Wandmontage und einfache Unterkonstruktionen sind in Großbritannien verbreitet. United Kingdom. ↩︎
  11. Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz (2025): Angebotsauswertung Elektroanschlusskosten. 33 % der Angebote ohne Elektroinstallation. Kosten 1.800–4.000 Euro. Mainz. ↩︎
  12. Bundesnetzagentur (2024): Festlegung zur Integration steuerbarer Verbrauchseinrichtungen gemäß § 14a Energiewirtschaftsgesetz (EnWG). Gilt seit 1. Januar 2024 für Neuanlagen. Bonn. ↩︎
  13. Zentralverband Sanitär Heizung Klima (ZVSHK) (2024): Verrechnungssätze im SHK-Handwerk 2024. Geselle ca. 61 EUR/h, Meister ca. 70 EUR/h (ohne MwSt.). Berlin.; Heizsparer.de (2024): Europäischer Vergleich Installateur-Stundensätze. UK ca. 45–60 EUR/h. Online verfügbar.; co2online gGmbH (2024): Handwerker-Stundensätze Europa. FR ca. 35–45 EUR/h, PL ca. 20–30 EUR/h. Berlin. ↩︎
  14. Zentralverband Sanitär Heizung Klima (ZVSHK) (2024): Panelbefragung Installationszeiten (n = 1.121 Befragte, Juli 2024). Durchschnittliche Installationszeit Wärmepumpe 110 Monteurstunden gegenüber Gaskessel 36 Monteurstunden. Berlin. ↩︎
  15. Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE (2025): WESPE-Studie – Wärmepumpen-Installation Zeitaufwand und Prozessoptimierung. Analyse von 30 Wärmepumpen-Installationen. Zeitverteilung: 81 % Installation und Fahrzeit (107 Std.), 19 % Planung, Beratung und Abrechnung (26 Std.). Freiburg. ↩︎
  16. Eurostat (2024): VAT Rates Applied in the Member States of the European Union. Mehrwertsteuersätze in EU-Mitgliedstaaten. UK: 0 % seit April 2022. In Österreich und Polen gelten teilweise ermäßigte Sätze für energetische Sanierungen. Luxembourg. ↩︎
  17. Bundesverband der Deutschen Heizungsindustrie (BDH) (2020–2024): Absatzstatistiken Wärmepumpen Deutschland. Köln.; Bundesverband Wärmepumpe (BWP) e.V. (2025): Branchenstudie Wärmepumpenmarkt Deutschland. Berlin.; EnBW Energie Baden-Württemberg AG (2025): Preisentwicklung Wärmepumpen. Erstmals leichter Preisrückgang auf ca. 30.000 Euro Durchschnitt. Karlsruhe. ↩︎
  18. gruenes.haus (2025): Preisentwicklung von Wärmepumpen (bis Dezember 2025). Seit 2023 Preisrückgang erkennbar. 2025: Durchschnitt ca. 30.000 Euro (−4.000 Euro gegenüber 2024). Mehr Wettbewerb durch europäische und asiatische Hersteller, bessere Verfügbarkeit von Installateuren. Online verfügbar.; EnBW Energie Baden-Württemberg AG (2025): Wärmepumpe: Preisentwicklung & Trends bis 2030. Karlsruhe. ↩︎
  19. Thermondo GmbH (2023–2024): Standardisierte Installationskonzepte und Festpreismodelle Wärmepumpen. Berlin.; Enpal B.V. (2023–2024): Wärmepumpen-Festpreisangebote Deutschland. Berlin.; 1KOMMA5° GmbH (2023–2024): Systemlösungen Wärmepumpen mit Festpreisgarantie. Hamburg. ↩︎
  20. Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) (2024): Förderrichtlinien Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) – Einzelmaßnahmen. Fördersätze 30–70 % der förderfähigen Kosten, gedeckelt bei 30.000 Euro (max. 21.000 Euro Zuschuss). Eschborn. ↩︎
  21. UK Department for Energy Security and Net Zero (2024): Boiler Upgrade Scheme (BUS) – Grant Scheme for Low Carbon Heating. Festbetrag 7.500 GBP (ca. 8.900 Euro) für Wärmepumpen-Installationen. London. ↩︎
  22. ADEME – Agence de la transition écologique (2024): MaPrimeRénov‘ – Aide financière pour la rénovation énergétique. Einkommensabhängige Festbeträge 4.000–9.000 Euro für Wärmepumpen. Paris. ↩︎
  23. Europäische Chemikalienagentur (ECHA) (2024): Verordnung (EU) 2024/573 über fluorierte Treibhausgase (F-Gase-Verordnung). Ab 2027: nur noch Kältemittel mit Global Warming Potential (GWP) < 150 in Neuanlagen zulässig. Helsinki. ↩︎
  24. autarc.energy (2025): Vergleich R290- und R32-Wärmepumpen. R290-Wärmepumpen ca. 10–15 % teurer als R32-Geräte durch zusätzliche Sicherheitskomponenten. Online verfügbar.; memodo.de (2025): Kältemittel-Vergleich Wärmepumpen. Online verfügbar.; new-heating.com (2025): R290 Propan Wärmepumpen. Online verfügbar.; Bosch Thermotechnik GmbH (2025): Zitiert in verschiedenen Branchenmedien: „Preislich kein erheblicher Unterschied“ zwischen R290 und R32. Installationskosten durch Sicherheitszonen und spezielle Anforderungen jedoch höher. ↩︎
  25. Vering, H., Kühn, L., Maier, L., Müller, D. (2025): Analyse der Endkundenpreise für Luft-Wasser-Wärmepumpen: Deutschland – Vereinigtes Königreich. White Paper RWTH-EBC 2025-001. Kostenvergleich unter Berücksichtigung der Fördersysteme. UK Boiler Upgrade Scheme: Festbetrag 7.500 GBP. DE BEG: 30–70 % der Kosten. RWTH Aachen University, in Kooperation mit Octopus Energy. DOI: 10.18154/RWTH-2025-05335. ↩︎